Business Einblick: So habe ich mein digitales Produkt erstellt
6 Schritte – von der Idee bis zum Launch

Wenn das nicht der erste Text ist, den du von mir liest, weißt du: Ich liebe es, wenn digitale Produkte verdammt gut aussehen. Deshalb mache ich auch so viel Onlinekurs-Design mit meinen Kund:innen. Und das sind mittlerweile echt viele.
In den letzten Jahren durfte ich über 150 Onlinekurse aufbauen – gemeinsam mit meinen Kund:innen und natürlich auch eigene.
Dabei habe ich so viel Know-how entwickelt, dass es einfach rauswollte. Also kam ich auf die Idee, einen Design-Guide für Onlinekurse zu schreiben. Ich wollte damit ein Handbuch schaffen – für alle, die eigene Kurse erstellen oder als Virtuelle Assistenz Kundenprojekte im Bereich Onlinekurse betreuen.

In diesem Blogartikel nehme ich dich mit, wie aus dieser Idee ein fertiges Produkt geworden ist. Ganz ehrlich und ungeschönt – so, wie es wirklich abgelaufen ist. Vielleicht kannst du ja etwas für deine eigene Produktentwicklung mitnehmen. Das würde mich wirklich freuen.
Schritt 1: Ideen in eine Struktur bringen – vom Kopf aufs Papier
Wenn ich mit der Entwicklung eines Produktes starte, ist mein Kopf immer ein bisschen wie ein offenes Canva-Whiteboard: chaotisch, voller Farben, voller Ideen. Ich hab tausend Gedanken im Kopf – und muss zu Beginn erstmal Ordnung in das Chaos bringen.
Deshalb starte ich damit, einfach mal alles rauszulassen.

Ich schnapp mir mein Handy, öffne die Notizen-App, aktiviere die Diktierfunktion – und laufe durchs Haus, während ich vor mich hin spreche. Klingt erstmal etwas komisch, aber genau so starte ich immer.
Die Bewegung und das laute Reden helfen mir, meine Gedanken zu sortieren – ganz anders, als wenn ich am Schreibtisch sitze und lostippen soll.

Wenn das Ideen-Chaos draußen ist, nutze ich ChatGPT, um aus dem langen, diktierten Gedankenwirrwarr eine erste Zusammenfassung zu machen. Das ist super hilfreich, um eine klare Projektidee zu bekommen, mit der man später weiterarbeiten kann.
Denn anstatt ChatGPT zu sagen „Schreibe mir ein Konzept für Produkt XY“, ist es viel besser, ganz viele Infos und eigene Gedanken reinzugeben – und sich daraus ein Konzept erstellen zu lassen.

Schritt 2: Produktkonzept gestalten – vom Textblock zum schicken Guide

Zur schriftlichen Ausarbeitung meines Produktkonzepts nutze ich Canva Docs, wo ich auf Basis der Zusammenfassung eine erste Gliederung erstelle. Ich überlege mir, welche Kapitel ich mit welchen Inhalten füllen will – und notiere mir gleich, wo ich später Screenshots oder Beispiele einbauen möchte, damit der Guide wirklich praxisnah wird.
Das ist das Herzstück des ganzen Produkts. Denn jetzt geht es darum, das reine Wissen in eine strukturierte, verständliche Form zu bringen – damit ich es auch gut vermitteln kann.
Nachdem ich viel geschrieben, hin- und herstrukturiert und nochmal drüber geschlafen habe, steht endlich der Inhalt.

Dann kommt mein Lieblingspart: das Gestalten. Zuerst übertrage ich den Text aus dem Canva-Dokument und sorge mit Icons, Abständen und Zwischenüberschriften für einen optimalen Aufbau und Lesefluss.
Seite für Seite wird so aus einem Text-Dokument ein echter Guide, der mein Wissen hochwertig aufbereitet wiedergibt.
Dafür nutze ich meine eigenen Booklet-Templates als Grundlage (die findest du auch in meinem Shop).

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Schritt 3: Feedback um blinde Flecken zu erkennen – & Produkt zu verbessern

Wenn ich den ersten Entwurf von meinem Produkt fertig habe, hole ich mir Feedback. Denn wir sind oft so tief in unserem Thema drin, dass wir komplett den Blick dafür verlieren, was andere brauchen – oder was noch fehlt.
Seit ich mich mehr öffne und aktiv nach Feedback frage, haben sich meine Produkte enorm verbessert. Andere haben Ideen, auf die ich nie gekommen wäre. Nicht, weil ich schlecht bin – sondern weil ich zu nah dran bin.
Für meinen Design-Guide habe ich meine Kundin Helena gefragt. Ich habe ihr Kursdesign erstellt und im Guide viele Beispiele von ihr eingebunden.

Und das war nicht alles. In ihrer Nachricht hat sie mir noch ein paar liebe Worte mitgeschickt. Ich pack dir den Screenshot hier rein – einfach Balsam für die Seele!


Weil ich mich beim Cover einfach nicht entscheiden konnte, habe ich meine Instagram-Community in der Story abstimmen lassen (siehe Abbildung).
Ich habe 4 Versionen zur Auswahl gestellt und gefragt: „Was gefällt dir besser?“
Das hilft nicht nur bei der Entscheidung – sondern bindet auch meine Community direkt mit ein.

Wenn du ein Produkt erstellst, fragst du dich irgendwann IMMER: „Ist das eigentlich gut?“ Und da hilft es sehr, ein ehrliches Feedback zu bekommen.
Mein Tipp: Wenn du ein Produkt entwickelst, mach eine kleine Beta-Runde. Für deinen Kopf. Für dein Herz.

Schritt 4: Salespage & Plattform – jetzt wird es technisch
Wenn das Produkt steht, geht’s an: Salespage schreiben, Produkt hochladen, Bezahlseite einrichten… kurz gesagt: alles, was es braucht, um das Produkt automatisiert zu verkaufen.
Ganz ehrlich: Ich mag diese klassischen 0815-Salespages nicht mit dem typischen Copywriting-Gedöns – Zielgruppe abholen, Pain Point dramatisch aufziehen und mit Formulierungen wie „aufs nächste Level“ oder „Gamechanger“ überzeugen. Das ist nicht mein Vibe.

Ich schreibe meine Salespage genau so, wie ich rede. Ohne Buzzwords. Ohne Trigger. Einfach ich. Ein Copywriter hätte daran sicher einiges auszusetzen, denn die Seite ist nicht perfekt – aber sie passt zu mir. Wenn du mal schauen willst, wie sie aussieht: Hier geht’s zur Produktseite

Nach der Salespage kommt die technische Einbindung über meine Bezahlplattform Ablefy: Ich erstelle die Bezahlseite, schreibe die Auslieferungsmail und hinterlege die Datei als Download. Das habe ich schon so oft gemacht, dass ich da mittlerweile sehr routiniert bin.
Mein Tipp: Mach immer einen letzten Testkauf! Ich prüfe den Kaufprozess, den Zugang zum Produkt und ob alle E-Mails richtig rausgehen.

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Schritt 5: Passender Bonus – meine Last-Minute Idee
Eigentlich dachte ich, ich wäre schon fertig und könnte meinen Launch planen. Aber mir kam morgens früh eine spontane Idee für einen richtig coolen Bonus für den Design-Guide für Onlinekurse. Denn ich werde oft gefragt, wie man digitale Produkte gut präsentieren kann – und da darf das Thema Mockups natürlich nicht fehlen.

Also hab ich mir überlegt, dass Vorlagen für Mockups ein perfekter Bonus für den Guide wären. Ich hab mich direkt in Canva gesetzt und 20 Vorlagen für Mockups in verschiedenen Formaten erstellt – perfekt für die Bezahlseite oder Produktbilder.
Damit können meine Kund:innen ihren Onlinekurs direkt ansprechend präsentieren – ganz ohne großes Designwissen.

Tja, da mir diese Idee natürlich kam, nachdem eigentlich schon die Salespage fertig war, musste ich also nochmal den Bonus zusätzlich mit einbinden – und natürlich auch auf der Bezahlseite.
Aber ganz ehrlich: Es hat sich absolut gelohnt, weil es den Design-Guide für Onlinekurse perfekt abgerundet hat.

Schritt 6: Planung vom Launch – der wirklich zu mir passt
Jetzt kommt der letzte Schritt: die Launchvorbereitung. Denn ich möchte natürlich mein Produkt promoten – und zwar genau so, wie es zu mir passt und wie es optimal meinen persönlichen Vibe rüberbringt.

Ich starte immer damit, meine Newsletter zu planen, denn das ist mein stärkster Kanal mit der höchsten Conversion-Rate. Ich mag keine klassischen Verkaufsmails, wie: „Hi, kaufe mein Produkt.“ Stattdessen erzähle ich lieber Geschichten und nehme meine Leser:innen im Newsletter mit hinter die Kulissen.

Zusätzlich habe ich mir für Instagram überlegt, statt klassischen Produktposts eine kreative Video-Miniserie aus sechs Teilen zu gestalten – in der ich genau erkläre, wie ich mein Produkt entwickelt habe. Sie zeigt die Entstehung und macht Lust auf den Guide.

Außerdem habe ich diesen Blogartikel geschrieben – den du gerade liest. Er zeigt nicht nur mein Produkt, sondern gibt dir auch einen echten Blick hinter die Kulissen und Inspiration für deine eigene Produkterstellung.
Wenn der ganze Content steht, mache ich mir noch einen Zeitplan, wann ich welche Inhalte veröffentliche. Ich wähle meist einen längeren Zeitraum – statt einer eng getakteten, komprimierten Verkaufsphase.

Zusammenfassung: Die 6 Schritte im Überblick
1. Ideen in eine Struktur bringen
2. Vom Textblock zum schicken Booklet
3. Feedback holen & noch besser machen
4. Salespage & Technik
5. Spontane Bonus-Idee
6. Zeit, den Launch zu planen
Hat dir der Artikel gefallen?
Ich hoffe, du konntest aus meiner Geschichte ein bisschen Inspiration für deine eigene Produktentwicklung mitnehmen.

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#designmitkathy
Hola, ich bin Kathy, Content-Designerin und Expertin für digitale Produkte.
Mit meiner Auswanderung habe ich den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Heute helfe ich meinen Kund:innen dabei erfolgreiche digitale Produkte zu entwickeln.
Seit 2019 habe ich über 5000+ eigene digitale Produkte verkauft und mit über 150+ Kund:innen ihre Produkte erfolgreich aufgebaut. - Love it!
Mein Herz schlägt für Design und Tierschutz. Wenn ich nicht gerade am Laptop bin, setze ich mich für den Schutz von Fellnasen ein.